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Ortshistorsche Spaziergänge

Entdecken Sie mit unseren ortshistorischen Spaziergängen besondere Ecken unserer Gemeinde und tauchen Sie ein in die spannende Zeitreise! 

Baudenkmäler mitten in Inning

Baudenkmäler mitten in Inning

Von alten Grabsteinen und selbstbewussten Posthaltern Historisch interessante Baudenkmäler mitten in Inning

Start: Marktplatz Inning gegenüber dem Kaiserhaus Von dort zum ersten Hof auf der linken Seite

1.Die Mariensäule

Die Mariensäule wurde 1898 von der kinderlosen Störnäherin Maria Dellinger aus tiefer Verehrung für die Mutter Gottes gestiftet. Auf der Suche nach einem Standort stellte der Giglbauer" einen Platz auf seinem Hof zur Verfügung.

Weiter ca. 150m auf der linken Seite über die Kreuzung Walchstadter Straße

2. Das Bader- bzw. Chirurgenanwesen

1830 wurde der große schwäbische Traufseitbau in biedermeierlich schlichtem Stil von dem Chirurgen Franz Joseph Bals gebaut. Die ehemaligen Stallungen mit der Scheune im rechten Teil sind seit 1900 Wohnungen gewichen.

Auf der anderen Seite schräg gegenüber wieder ortseinwärts

3. Das Inninger Kriegerdenkmal

Wie in vielen Orten wurde nach dem Ende des 1. Weltkriegs auch in Inning ein Denkmal zu Ehren der Gefallenen errichtet und 1922 feierlich eingeweiht. Im Zentrum ist der Erzengel Michael, u.a. der Patron der Soldaten, zu sehen.

 Auf der Seite des Kriegerdenkmals Richtung Marktplatz. Auf der Höhe der Einmündung Walchstadter Straße

4. Der „Brunnschuster"

Anfang des 19. Jahrhunderts ließ eine Schusterfamilie das Haus, das biedermeierliche Züge aufweist und sich durch seinen quadratischen Grundriss von der übrigen umgebenden Häusern abhebt, erbauen.

Weiter zum Marktplatz

5. Das „Kaiserhaus"

Das jetzige „Kaiserhaus" geht auf einen Neubau 1646 zurück. Seit 1567 war es Sitz des Amtmanns der Grafen zu Seefeld. Über der Tür befindet sich ihr Wappen. Das Kaiserfries erinnert an den Durchzug Kaiser Heinrichs II. durch Inning im Jahr 1021.

Unmittelbar daneben

6. Der „alte Friedhof"

Die nahezu runde Form des Friedhofs mit seiner ihn umschließenden Mauer weist auf eine frühmittelalterliche Entstehungszeit hin. Alte Grabsteine wie Grabtafeln in der Außenwand der Kirche erzählen von den Verstorbenen.

7. Die Reinpold`sche Grabkapelle

Auffällig auf einem Dorffriedhof ist die neugotische Grabkapelle, die der Wirt, Posthalter, Salzniederläger, Ökonom und Braumeister Balthasar Reinpold für sich und seine Frau 1842 errichten ließ. (Link zu Kirchen und Kapellen)

8. Die Kirche St. Johannes Baptist

St. Johannes Baptist ist mit ihrem doppelten Zwiebelturm das Wahrzeichen Innings und gilt als gelungenes Beispiel für den Spätbarock/Rokoko. Teile der Vorgängerkirche wurden sehr harmonisch einbezogen. Zahlreiche namhafte Künstler der Zeit arbeiteten am Bau. (Link zu Kirchen und Kapellen) (Link zu Kirchen und Kapellen)

Schräg gegenüber von St. Johannes Baptist

9. Der „Gasthof zur Post"

Der älteste Gasthof im Dorf wird bereits 1462 erwähnt. Wenig später geben sich die Inninger Bauern hier ihre erste „Gemainordnung", in der sie den „Holzschlag" regelten. Der rechte Teil stammt aus dem 18. Jahrhundert. Für 100 Jahre war der Wirt zugleich Posthalter und Salzniederläger.

Weiter geradeaus ortsauswärts die Brucker Straße Richtung Autobahn bis zur Einmündung „Am Anger". Dort gegenüber

10. Die „Balsvilla"

Das Wohnhaus mit einem Mansardendachbau, Schweifgiebelzwerchhaus und einer Vorhalle über Säulen, alles Merkmale des barockisierenden Jugendstils, wurde 1910 von dem Bauingenieur Max Bals 1910 errichtet.

Text: Heimatgeschichte Inning e.V./ November 2017

Von Inning nach Stegen

Von Inning nach Stegen

Ortshistorischer Spaziergang von Inning nach Stegen Start: Marktplatz Inning

Von hier über die Ampel an der Friedhofsmauer entlang bis zur Kreuzung Marktplatz/Landsberger Straße

1. Ecke Landsberger/Herrschinger Straße

Früher war hier das Ortszentrum mit der Kirche, dem Gasthof und unmittelbar neben der Kirche in der Landsberger Straße das erste Schulhaus Innings. Außerdem verlief hier die sog. „Untere Salzstraße" von Berchtesgaden Richtung Allgäu mitten durch Inning. Auf ihr herrschte über Jahrhunderte reges Treiben.

Nur ca. 50m weiter auf der linken Seite

2. Ecke Landsberger/Salzstraße

Aus der Salzstraße kamen früher die Salzfuhrwerke vom Inninger Salzstadl hinter dem „Kaiserhaus" am Marktplatz, in dem über Nacht das „weiße Gold" eingelagert war. Sie fuhren in Richtung Stegen, über die Amperbrücke weiter nach Westen. Im alten „Hafnergütl" direkt an der Straßenecke wohnte eine der drei Hafnerfamilien.

Weiter auf der rechten Seite bis zu einem frei stehenden Haus gegenüber dem Kindergarten

3. Erst Lehrerhaus, dann erstes Entbindungsheim Innings

Als Lehrerhaus 1910 errichtet, diente es lange Zeit als Entbindungsheim. Heute ist es ein Privathaus.

Weiter auf der Straße bis zum Ende der S-Kurve

4. Blick auf das Ampermoos

Von hier aus hat man einen weiten Blick über das Ampermoos - einem Ramsarschutzgebiet von internationaler Bedeutung - sowie auf die Orte der Umgebung. Das Gebiet ist UNESCO-Naturerbe. Gegenüber hinter Büschen steht im Park die „Villa Weiss", eine Zeitlang Domizil von Thomas Gottschalk.

Zurück bis zum Anfang der S- Kurve, dort rechts in die Alte Landsberger Straße, am Ende links bis zum Fußweg rechts hinunter zur Alten Brauerei und dem Ammersee

5. Alte Brauerei

1890 wurde das Brauereigebäude von dem Braumeister Ottmar Schreyegg erbaut. Er hatte in die Stegener Wirtsfamilie eingeheiratet. Das erste Brauhaus war zu klein geworden. 1923 wurde die Brauerei verpachtet, 1974 endgültig abgemeldet.

Weiter bis zum „Seehaus Schreyegg" links

6. Von der „Tafern" zum „Seehaus Schreyegg"

Schon 1354 wird an dieser Stelle ein „Tafernwirt" Konrad erwähnt. Das seit über 650 Jahre nachgewiesene Wirtshaus gehört zu den ältesten im Landkreis. Das jetzige „Seehaus Schreyegg" befindet sich im umgebauten und vergrößerten ehemaligen Sommerhaus. Das alte Haus auf der anderen Straßenseite dient heute Wohnzwecken.

Nur wenige Meter weiter rechts zum „Fischerhaus"

7. Der „Fischer am See"

Noch etwas älter ist die Erwähnung eines Stegener Fischers im Jahr 1331. Lange Zeit gab es mit dem Wirts- und dem Fischerhaus nur zwei Anwesen in Stegen. Erst seit 1930 betreibt die Fischerfamilie ein eigenes Seerestaurant.

Weiter geradeaus am Kiosk und Minigolfplatz vorbei bis zur Amper

8. Römerbrücke an der Amper

Reste einer römischen Holzbrücke, datiert auf ca. 165 n. Chr., wurden beim Bau der jetzigen Autobahnbrücke gefunden. Vermutlich war hier schon lange davor ein Übergang über die Amper. Der Ortsname „Stegen" könnte so erklärt werden.

Zurück zur Schiffsanlegestelle hinter dem „Fischer am See"

9. Die Schiffsanlegestelle in Stegen

Seit 1879 verkehren auf dem Ammersee Schiffe, von 1880 bis 1939 fuhren sie auch auf der Amper. Parallel dazu war Stegen seit dem 17. Jahrhundert bis 1915 noch Umschlagplatz für Holztriften vom Ammergebirge nach Dachau. Bis heute hat in Stegen die Ammerseeschifffahrt ihren Heimathafen und ihre Werft.

Von hier aus hinter dem Seehaus auf dem Uferweg weiter über das Badegelände Stegen

10. Hügelgräber in Stegen

Linker Hand ist auf der Anhöhe am sog. Stegener Berg ein Waldstück zu sehen. Dort befinden sich, leider schwer zugänglich und kaum noch aufzufinden, über 40 Hügelgräber. Die ältesten Fundstücke stammen aus der Bronzezeit um 1200 v. Chr.

Fast am Ende des Badegeländes links die Bergstraße hinauf, danach am Haus der Vereine und dem Fußballplatz vorbei die Schornstraße zur Herrschinger Straße hinunter und von dort links wieder zum Marktplatz zurück.

Text: Heimatgeschichte Inning e.V. / November 2017

Von Inning nach Bachern

Von Inning nach Bachern

Ortshistorischer Spaziergang von Inning nach Bachern/Wörthsee und zurück

Start: Marktplatz Inning

Von hier nach Süden links in die Walchstadter Straße

1. Lärchenwäldchen am Walchstadter Kreuz"

An dieser Stelle waren früher eine Kiesgrube und der sog. „Brandplatz", der zum Lagern der Brandreste bei den vielen Hausbränden diente. Das Marterl stand ursprünglich auf dem „Alten Friedhof" neben der Kirche.

Weiter geradeaus Richtung Walchstadt. Im Wald den zweiten Forstweg rechts nach Bachern

2. „Grabhügel am Osterholz"

Gruppe von neun Grabhügeln aus der Hallstattzeit 800-500 v. Chr. Die Hügel liegen auf der annähernd ebenen Hochfläche der Moräne, z.T. am Rand einer feuchten Senke, z.T. in deren Nachbarschaft. Westlich des Forstweges fünf große Hügel mit 15-20m Durchmesser, östlich vier weitere flachere. Rund 100-250m südöstlich von ihnen ein auffälliger Hügel von ca. 100m Durchmesser und 10m Höhe.

Weiter bis zum Waldende. Vor den Pferdekoppeln links am Wald bis zur ersten Bank

3. „Gedenk-Marterl"

Das Kreuz erinnert an eine schlimme Bluttat, die sich dort am 9. Oktober 1927 ereignet hat.

Weiter am Waldrand bis zum zweiten Bankerl

4. „Schöne Aussicht"

Von hier wunderschöne Aussicht auf den Wörthsee, zum Kloster Andechs und bei guter Sicht bis zur Alpenkette.

Weg am Wald zurück, dann hinunter Richtung Ortsteil Bachern

5. „Bachfeld"

Rechts vom Weg ist ein kleines Waldstück zu sehen. Grabfunde an dieser Stelle aus dem 5./6. Jahrhundert beweisen, dass Bachern bereits damals besiedelt war.

Unten über die Brücke des Inninger Baches, danach gleich wieder rechts auf der anderen Seite die Fischerstraße nach oben bis zu den Glascontainern. Links neben ihnen in den Waldweg Richtung Buch.

6. „Kreutlwiese"

Hier war der ehemalige Krautgarten von Bachern. Besonders der Anbau von Weißkraut, das im Winter in Fässern gelagert wurde, war als Nahrung wichtig.

Weiter den Waldweg bis zur Abzweigung nach rechts zum „Enzensteg", auf ihm über den Inninger Bach die Anhöhe hinauf. Nach dem Jägerstand ist rechts die Villa des Komponisten Werner Egk zu sehen.

7. „Enzenhofen"

Bis zum 15. Jahrhundert befand sich auf den Feldern rechts vom Weg der Weiler Enzenhofen.

Kurz vor der Kuppe und dem Aussiedlerhof links auf dem Feldweg Richtung Obere Mühle

8. „Obere Mühle" und „Oberer Weiher"

 Der „Obere Weiher" wurde angelegt, um eine gleichmäßige Wasserzufuhr für die Mühle zu erhalten. Zugleich diente er als Fischweiher für die Seefelder Grafen. Die erste Erwähnung der Mühle stammt aus dem Jahr 1356. (Heute ist es keine Kornmühle mehr, sondern nur noch eine Sägemühle.).

Weiter am Inninger Bach Weg ortseinwärts

9. „Untere Weiher"

Wohl um 1800 angelegt, diente er ausschließlich der Eisgewinnung für die Wirtshäuser in Inning und Buch. Heute ist er ein Biotop.

Am Bach ortseinwärts bis zur Leitenstraße, links zur Herrschinger Straße und rechts bis zur Mühlstraße

10. „Untere Mühle"

Seit dem 14. Jahrhundert gab es neben der „Oberen" bis ins 20. Jahrhundert hinein auch die „Untere Mühle". Der Straßenname und ein kleines Stückchen des hier offenen Inninger Baches erinnern noch an sie.

 Nach 100m weiter auf der Herrschinger Straße gelangen wir wieder zum Marktplatz Inning.

Text: Heimatgeschichte Inning e.V. / November 2017

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