Zum Inhalt springen

Hitzewarnung, erhöhte Waldbrandgefahr und Unwetterwarnung für den Landkreis Starnberg

Der Landkreis Starnberg informiert über mögliche Gefahrenlagen durch Hitze, erhöhte Waldbrandgefahr sowie mögliche Unwetter- und Gewitterereignisse für den gesamten Landkreis. Dese Meldung gilt für alle 14 Gemeinden des Landkreises sowie für die Feuerwehren und Hilfsorganisationen.
Wetterlage und Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD)
Die aktuelle Wetterentwicklung basiert auf den Daten und Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom 14.06.2026 bis 27.06.2026. Nach diesen Vorhersagen ist im Zeitraum bis zum 27.06.2026 durchgehend eine sehr warme bis heiße Witterung mit Tageshöchstwerten von 27 bis 32 Grad Celsius, lokal auch darüber, zu erwarten. Für den 27.06.2026 werden erneut rund 32 Grad prognostiziert.
Das anhaltend warm-trockene Wetter ohne nennenswerte Niederschläge führt zu einer deutlichen Trockenheit der Vegetation und erhöht die Brandgefahr in Wald- und Freiflächen erheblich.
Unwetter- und Gewitterpotential im gleichen Zeitraum
Parallel zur Hitzeentwicklung besteht im Zeitraum vom 22.06. bis 27.06.2026 ein erhöhtes Unwetter- und Gewitterpotential. Bei den hohen Temperaturen und der trockenen, labilen Atmosphäre können sich lokale schwere Gewitter mit folgenden Gefahren entwickeln:

  • Starke Niederschläge (bis zu 50 l/m² innerhalb kurzer Zeit), die zu Sturzfluten und Überflutungen führen können 
  • Sturmwinde bis 80 km/h mit Baumbruch und -umstürzen 
  • Blitzeinschläge mit erhöhter Brandgefahr in trockenen Waldflächen 
  • mögliche Hagelereignisse mit Schäden an Fahrzeugen, Gebäuden und Infrastruktur 

Selbst bei langanhaltender Hitze und Trockenheit können sich konvektive Gewitter schnell entwickeln, insbesondere nachmittags und in den Abendstunden. Diese Gewitter können unvorhersehbar lokal begrenzt auftreten und führen zu schnellen Lageänderungen.
Erwartete Gefahrenstufen
Für den Landkreis Starnberg ist im Warnzeitraum von folgenden Gefahrenstufen auszugehen:

Gefahrenbereich

 Erwartete Stufe

 Beschreibung

 Waldbrandgefahr

Stufe 4 (hoch),

Hohe Waldbrandgefahr im DWD-Waldbrandgefahrenindex

 Hitzebelastung

Amtliche Hitzewarnung/ starke Wärmebelastung

Temperaturen über 30 °C, geringe nächtliche Abkühlung

Unwetter/Gewitter

Warnung vor lokalen schweren Gewitteren

Starke Niederschläge, Sturmwinden, Blitze, möglicher Hagel

In weiten Teilen Bayerns gilt bereits die zweithöchste Waldbrandwarnstufe 4, für einzelne Regionen wurde sogar die höchste Gefahrenstufe 5 erreicht.

Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung

Bei Hitze

Der Landkreis Starnberg gibt folgende konkrete Empfehlungen zum Schutz vor Hitze:

  • Körperliche Belastung vermeiden: körperliche Arbeiten und sportliche Aktivitäten auf die kühleren Morgenstunden (vor 11 Uhr) oder Abendstunden (nach 18 Uhr) verlegen 
  • Ausreichend trinken: Mindestens 2–3 Liter Wasser oder ungesüßte Tees täglich, ohne Durst zu spüren. Alkohol und koffeinhaltige Getränke vermeiden, da sie den Körper zusätzlich entwässern 
  • Kühl bleiben: Auf kühle Räume zurückziehen, Räume tagsüber abdunkeln und verschließen, nachts für Abluftkühlung öffnen 
  • richtig Lüften: Tagsüber Räume geschlossen halten, nachts öffnen für Kühlungsluft 
  • Kühle (Wasser) nutzen: kühle Bäder, Fußbäder, Wannenbäder oder Wasserspritzungen an Armen und Beinen helfen beim Abkühlen 
  • leichte Kleidung: Helle, luftige und lockere Kleidung aus natürlichen Stoffen (Leinen, Baumwolle) tragen, Kopfbedeckung und Sonnenbrille im Freien verwenden 
  • Sonnenschutz: Nicht in die pralle Sonne, Sonnenschutzmittel mit hoher Schutzfaktor (mindestens 30) verwenden 
  • Essen anpassen: Leichte, wasserreiche Speisen wie Obst, Gemüse, Salate bevorzugen, schwere und fettige Mahlzeiten vermeiden
  •  Besondere Schutzgruppen: ältere Menschen, Kleinkinder, Säuglinge, chronisch Erkrankte im Außendienst benötigen besonderen Schutz – regelmäßig auf Hitze-Stress achten 
  • Niemals Personen in Fahrzeugen lassen: Kinder, Säuglinge und ältere Menschen niemals in abgestellten, geschlossenen Fahrzeugen lassen (auch nicht mit geöffneten Fenstern) – innerhalb von Minuten kann sich die Temperatur im Fahrzeug auf über 50 °C erhöhen. 
  • Schlafzimmer kühlen: nachts Lüften, tagsüber abdunkeln, reflektierende Folien vor Fenster verwenden 
  • Hitzeberatung: Bei Hitzebeschwerden (Kreislaufprobleme, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel) sofort kühle Orte suchen, Füße erhöhen, bei schweren Symptomen Rettungsdienst 112 alarmieren 

Bei Waldbrandgefahr:

  • Offenes Feuer und Grillen im oder am Wald strikt unterlassen!
  • Keine Zigarettenreste, Glasflaschen oder anderen entzündlichen Materialien in der Natur zurücklassen!
  • Fahrzeuge und Motorräder nicht auf trockenem Gras oder leicht entzündbarem Untergrund abstellen (heiße Katalysatoren können Gras entzünden)!
  • Bei Rauchentwicklung oder Feuer sofort die Feuerwehr unter 112 alarmieren!
  • Zufahrten zu Wäldern und Einsatzflächen freihalten! 
  • Belastete Personengruppen bei Hitze schützen: insbesondere ältere Menschen, Kinder und Einsatzkräfte im Außendienst
  • Das Rauchverbot im Wald ab Anfang März unbedingt einhalten!

Bei Unwetter- und Gewitterwarnung:

  • Bei Gewittern im Freien sofort Schutz in Gebäuden suchen!
  • Nicht unter einzelnen Bäumen stehen bleiben (Blitzgefahr)! 
  • Fahrzeuge bei Starkregen nicht in tiefliegenden Bereichen oder unter Bäumen parken! 
  • Überflutungsstraßen nicht befahren (Wassertiefe unbekannt)!
  • Einsatzkräfte: bei Gewittern und Sturm besonders auf Selbstschutz achten! 
  • Unterkünfte und Notfallpläne für Überflutungen vorbereiten 

Besondere Aufmerksamkeit

Besonders hoch ist die Gefahr in:

  • lichten Kiefern- und Fichtenwäldern (Waldbrand) 
  • sonnigen Südhängen (Waldbrand) 
  • stark frequentierten Ausflugsgebieten am See und im Wald (Waldbrand)
  • tiefliegenden Bereichen und nahen Gewässern (Überflutung bei Starkregen) 
  • Freiflächen ohne Windschutz (Sturmwind bei Gewitter)