Die Quagga-Muschel breitet sich aus – Wie die Quagga-Muschel unsere Seen verändert
Die Quagga-Muschel breitet sich unbemerkt aus und verändert Seen grundlegend. Sie filtert große Mengen an Plankton aus dem Wasser, das Wasser wird klarer, gleichzeitig fehlt vielen Arten die Nahrungsgrundlage. Das ökologische Gleichgewicht gerät aus dem Takt.
Durch das fehlende Plankton werden vielen Arten die Nahrungsgrundlage entzogen, dadurch kommt es zu einem verstärkten Artensterben.
Zudem besiedelt die Muschel massenhaft Böden, Steine und technische Anlagen. Nach ihrem Absterben zerfallen die Schalen in scharfkantige, scherbenartige Fragmente. Uferbereiche können dadurch nur noch mit festem Schuhwerk gefahrlos betreten werden. Ein einmal befallener See lässt sich praktisch nicht mehr von ihr befreien.
Die Larven der Quagga-Muschel sind mit bloßen Auge nicht sichtbar und nur unter dem Mikroskop erkennbar. Sie bewegen sich frei im Wasser der betroffenen Seen und können über Boote, SUPs und andere Wassersportgeräte von Gewässer zu Gewässer übertragen werden. An Oberflächen haften sie bis zu fünf Tage, in Restwasser können sie sogar noch deutlich länger überleben.
In den umliegenden Gewässern, dem Starnberger See und dem Ammersee ist die Quagga-Muschel bereits nachgewiesen. Der Pilsensee und Wörthsee sind derzeit noch nicht betroffen.
Jetzt handeln – gemeinsam Schützen
Nur durch konsequente Vorsichtsmaßnahmen kann eine Einschleppung verhindert werden. Helfen sie mit, damit unsere Seen auch in Zukunft ihre Schönheit behalten und frei von der Quagga-Muschel und anderen invasiven Arten bleiben. Dabei helfen unsere KLAR-Regeln.
