Montag, 28.08.2017
Bebauungsplans Buch Nr. 6 „Östlich des Ammerseeufers, für den Teilbereich A, zwischen Schlossstraße, Hangweg und An der Seeleite“

Vollzug des Baugesetzbuches 2. Änderung des Bebauungsplans Buch Nr. 6 „Östlich des Ammerseeufers, für den Teilbereich A, zwischen Schlossstraße, Hangweg und An der Seeleite“ mit den Fl.Nrn. 210/2, 205 Tfl und 206/2 Tfl., Gmkg. Buch   Öffentliche Auslegung gem. § 13 i.V. m. § 3 Abs. 2 BauGB

Der Gemeinderat Inning a. Ammersee hat am 07.03.2017 (TOP 5.) beschlossen, den  Bebauungsplan "1. Änderung des BP Buch Nr. 6 „Östlich des Ammerseeufers – Teilbereich A, zwischen Schlossstraße, Hangweg und An der Seestraße“, i. d. F. v. 07.06.2016 für die Grundstücke Fl.210/2, 205 Tfl. und 206/2 Tfl. Gmkg. Buch im vereinfachten Verfahren zu ändern. Mit dieser Bauleitplanung sind keine umweltrelevanten Auswirkungen zu befürchten. Der Aufstellungsbeschluss für den o. g. Bebauungsplanentwurf, in der Fassung vom 07.03.2017, wird hiermit gem. § 2 Abs. 1 Satz 2 BauGB öffentlich bekannt gemacht (Aufstellungsbeschluss).

Lage im Ort:

Das Planungsgebiet liegt zwischen Schlossstraße, Hangweg und An der Seeleite“ mit den Fl.Nrn. 210/2, 205 Tfl und 206/2 Tfl. Gmkg. Buch. Der genaue Umgriff ist aus dem beigefügten Lageplan  zu entnehmen, der Bestandteil dieser Bekanntmachung ist.

Planungsziel:

Der Bebauungsplan entwickelt sich aus dem rechtswirksamen Flächennutzungsplan der Gemeinde, in der Fassung vom 03.07.2012, der Wohnbaufläche vorsieht. Im Bebauungsplan „1. Änderung des Bebauungsplans Buch Nr. 6“ ist in der textlichen Festsetzung Nr. 4.1 die Einhaltung der Abstandsflächen gemäß Art. 6 Abs. 5 BayBO angeordnet. Ziel ist, diese Festsetzung aus den nachfolgenden Gründen in der vorliegenden 2. Änderung des Bebauungsplans zu streichen:

Grundlage des Abstandsflächenrechtes ist es, im Planungsgebiet eine ausreichende Belichtung, Besonnung und Belüftung sowie die Sicherung des sozialen Wohnfriedens zu gewährleisten. Das Planungsgebiet ist gekennzeichnet durch weitläufige Baugrundstücke, die am Ostufer, oberhalb des zum Ammersee hin abfallenden Landschaftsschutzgebietes liegen. Die bis dato errichteten beiden Wohngebäude auf Fl.Nr. 206/2 sowie das historische Wohngebäude auf Fl.Nr. 205 sind gekennzeichnet durch einen freien, allseits besonnten Standort auf dem jeweiligen Baugrundstück. Aufgrund der exponierten Lage am Osthochufer des Ammersees ist eine hervorragende Belüftung der Gebäude gegeben.

Begründet durch eine Familienzusammenführung ist auf Fl.Nr. 206/2 (östliche Teil-fläche) ein weiteres Wohngebäude erforderlich. Wegen der nahen Hanglage mit LSG ist die Anordnung eines Baufensters nur im nördlichen Grundstücksbereich möglich. Aus ortsgestalterischen Gründen soll das Baufenster parallel zum südlichen Bestandsgebäude festgesetzt werden. Hierdurch kommt es zu einem Abstandsflächenkonflikt mit dem Hauptgebäude. Sowohl der neue Bauraum im Nordosten der Fl.Nr. 206/2, als auch jener auf Fl.Nr. 210/2 werden künftig die Belichtung, die Besonnung oder die Belüftung der bestehenden bzw. der geplanten Wohngebäude beeinträchtigen. Die sich übereck überlappenden Abstandsflächen im Bereich des Hauptwohngebäudes und des geplanten Wohngebäudes Nord auf Fl.Nr. 206/2 werden auf die genannten Faktoren ebenfalls keine negativen Auswirkungen haben. Die Orientierung des Hauptwohngebäudes geht nach Westen zum See hin, die des geplanten Gebäudes nach Süden zum Hof sowie zusätzlich nach Westen. Nachdem das Gesamtgrundstück als Familienwohnsitz bewohnt wird, ist auch eine Gefährdung des Wohnfriedens nicht zu befürchten. Ein künftiges Wohngebäude auf Fl.Nr. 210/2 wird durch die Nord-Süd gerichtete Lage des Bauraumes ebenfalls gut (dreiseitig) belichtet und belüftet und hat angemessene private Bereiche. Durch die Verdrehung aller Bauräume sind sowohl auf den jeweiligen Baugrundstücken, aber auch hinsichtlich des Nachbarschutzes keine Beeinträchtigungen der genannten abstandsflächenrelevanten Faktoren zu befürchten.

Das Bauleitplanverfahren erfolgt im vereinfachten Verfahren nach § 13 BauGB, da die Grundzüge und der städtebauliche Grundgedanke des Bebauungsplans insgesamt erhalten bleiben. Es findet keine Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB statt (§ 13 Abs. 3 Satz 1 BauGB). Dementsprechend ist auch weder ein Umweltbericht nach § 2a BauGB noch die Angabe gem. § 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB, welche Arten umweltbezogener Informationen verfügbar sind, erforderlich.

Mit der Planung wurde das Architekturbüro Meier-Scupin in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro StadtundLand, Drexler, beauftragt.

Der Bebauungsplan-Entwurf mit Begründung, i.d.F. vom 07.03.2017, liegt in der Zeit

vom Donnerstag 07.09.2017 mit Freitag 06.10.2017

im Rathaus der Gemeinde Inning a. Ammersee, Bauamt, 1. Stock, Pfarrgasse 13, öffentlich aus. Die oben genannten ausliegenden Unterlagen können auch auf der Homepage der Gemeinde unter www.inning.de eingesehen werden. Während der vorgenannten Auslegungsfrist kann jedermann Stellungnahmen zum Bebauungsplanentwurf schriftlich oder zur Niederschrift abgeben. Darüber hinaus können die Stellungnahmen per Post oder per Email (andreas.sauer@inning.de) eingereicht werden. Nach Auswertung und Prüfung werden die Stellungnahmen dem Gemeinderat zur Diskussion und Abwägung vorgelegt.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben können und dass ein Antrag nach § 47 der Verwaltungsgerichtsordnung unzulässig ist, soweit mit ihm nur Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, aber hätten geltend gemacht werden können.

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