Donnerstag, 13.07.2017
Bebauungsplanentwurf zur „5. Teiländerung des Bebauungsplans Buch Nr. 4, für das Gebiet zwischen Hauptstraße, Schlossstraße und Breitbrunner Straße“, in der Fassung vom 30.05.2017

Bebauungsplanentwurf zur „5. Teiländerung des

Bebauungsplans Buch Nr. 4, für das Gebiet

zwischen Hauptstraße, Schlossstraße und

Breitbrunner Straße“, in der Fassung vom

30.05.2017

-              Aufstellungsbeschluss (§ 2 Abs. 1 BauGB)

-              Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung (§ 3 Abs. 2 BauGB)

1.    Aufstellungsbeschluss

Der Gemeinderat Inning a. Ammersee hat am 30.05.2017 beschlossen den o. g. Bebauungsplan (Angebotsbebauungsplan)  aufzustellen. Der Bebauungsplan ersetzt in seinem Geltungsbereich den Bebauungsplan „3. Teiländerung des Bebauungsplans Buch Nr. 4, für das Gebiet zwischen Hauptstraße, Schlossstraße und Breitbrunner Straße“ in der Fassung vom 09.12.2008, zuletzt geändert durch die 4. Tekturplanung vom 13.10.2009, für die Grundstücke mit den Flurnummern 197, 197/1, 197/2, 196, 196/2, 196/3, 196/1, 194, 193/3, 192/1, 191/6, 195/3, 195/4, 193, 192/5, 191,195, 195/7,193/2, 191/7, 191/5, 190, 190/2, 191/2, 189/4, 65/3,192, 192/3, 192/4,  191/1,195/5, 195/6, 193/1, 192/6, 191/3, 189, 189/2, 186/2, 186/3, 186, 189/1, 189/3, 186/6, 186/1, 189/10, 189/5, 189/6, 185/1, 185/5, 185/6, 189/7, 189/8, 182/1 der Gemarkung Buch. Die vergebenen Baurechte sind nicht homogen und entsprechen im Einzelfall nicht dem Gleichbehandlungsgrundsatz. Die bisher festgesetzten Verkehrsflächen wurden teilweise verschmälert, geändert und die Einmündung vom Fuchsweg in die Hauptstraße verlegt. Die mit der 4.Teiländerung in Kraft gesetzte Regelung, dass ausschließlich für Energiesparhäuser mit einer Solararchitektur eine Überschreitung der festgesetzten Dachneigung bis zu 70 ° zulässig ist, hat sich nicht durchgesetzt. Sie wurde im gesamten Gemeindegebiet bisher nur einmal verwirklicht und hat im vorliegenden Baugebiet zu städtebaulich nicht gewünschten Spannungen geführt. Trotz gegenteiliger Beteuerungen der Herstellerfirma haben sich beim südlichen Nachbargrundstück doch unzumutbare Blendeinwirkungen ergeben, die zwischenzeitlich abgestellt sind.. Planungsanlass ist die Anpassung der Baurechte, die Streichung der Festsetzung zur Dachneigung für Energiesparhäuser mit einer Solararchitektur. Darüber hinaus der Wunsch der Gemeinde, durch Geschosswohnungsbau neuen dringend benötigten Wohnraum für Geringverdienern zu schaffen, sowie die Anpassung der Verkehrsflächen an den tatsächlichen technischen Ausbau. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplanentwurf „5. Teiländerung des Bebauungsplans Buch Nr. 4, für das Gebiet zwischen Hauptstraße, Schlossstraße und Breitbrunner Straße“, in der Fassung vom 30.05.2017“, wird hiermit gem. § 2 Abs. 1 Satz 2 BauGB öffentlich bekannt gemacht (Aufstellungsbeschluss).

Lage im Ort:

Das Planungsgebiet liegt im Ortsteil Buch, westlich der innerörtlichen Hauptstraße und beinhaltet neben den Anliegerstraßen Fuchsweg und Wolfgasse auch Teilflächen der Schlossstraße. Es wird im Norden begrenzt durch die nördliche Grundstücksgrenze von Fl.Nr. 65/3 (Schlossstraße), im Westen durch die östliche Grundstücksgrenze der Fl.Nr. 198 Breitbrunner Straße, im Süden mit der nördlichen Grenze der Landwirtschaftsgrundstücke Fl.Nr. 185 und 186  und im Osten mit der östlichen Grenze vom Fuchsweg, Fl.Nr. 190/7 jeweils Gemarkung Buch. Die Gesamtfläche beträgt ca. 4,26 ha. Der genaue Umgriff ist aus dem beigefügten Lageplan  zu entnehmen, der Bestandteil dieser Bekanntmachung ist.

Planungsziele:

Der Bebauungsplan entwickelt sich aus dem rechtswirksamen Flächennutzungsplan der Gemeinde, in der Fassung vom 03.07.2012, der im Geltungsbereich Wohnbaufläche vorsieht. Ziel des in Aufstellung befindlichen Bebauungsplans ist, auf den bereits erschlossenen innerörtlichen Flächen eine maßvolle Nachverdichtung im Wohngebiet zu ermöglichen. Auf dem unbebauten Grundstück beabsichtigt die Gemeinde sozialen Wohnungsbau zu betreiben und ein Wohngebäude für Geringverdiener mit ca. 8-9 Wohnungen zu errichten. Die östliche Einmündung vom Fuchsweg in die Hauptstraße wurde entlang der Baugrundstücke verlegt, um unnötigen Grunderwerb aus der südlich angrenzenden landwirtschaftlichen Fläche zu vermeiden.

2.    Planungsgrundlage:

Entsprechend den fachlichen Vorgaben des § 13 a BauGB darf der Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden, wenn in ihm eine zulässige Grundfläche im Sinne des § 19 Abs. 2 BauNVO oder eine Größe der Grundfläche von insgesamt weniger als 20.000 m² festgesetzt wird. Dies trifft auf diesen Bebauungsplan zu. (§ 13 Abs. 1 Nr. 1 BauGB).

Im beschleunigten Verfahren gelten die Vorschriften des vereinfachten Verfahrens nach §13 Ab. 2 und 3 Satz 1 BauGB entsprechend (§ 13 a, Abs.2 Nr. 1 BauGB). Danach kann von der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung (§ 3 Abs. 1 und § 4 Abs. 1 BauGB) abgesehen werden. Das Offenlegungsverfahren wird mit der Beteiligung der Öffentlichkeit (§ 3 Abs. 2 BauGB) und der Behörden sowie sonstiger Träger öffentlicher Belange (§ 4 Abs. 2 BauGB) durchgeführt. Von einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. .4 BauGB, vom Umweltbericht nach § 2 a BauGB, von der Angabe nach § 3 Abs. 2 Nr. 2 BauGB, welche Arten der umweltbezogenen Informationen verfügbar sind, sowie von der zusammenfassenden Erklärung nach § 10 Abs. 4 BauGB wird abgesehen.

3.    Öffentlichkeitsverfahren

Der Bebauungsplanentwurf mit Begründung, in der Fassung vom 30.05.2017, liegt in der Zeit

vom Montag 17.07.2017 bis Freitag 18.08.2017

im Rathaus der Gemeinde Inning a. Ammersee, Pfarrgasse 13, 82266 Inning a. Ammersee, Bauverwaltung, während der allgemeinen Dienststunden zu jedermanns Einsicht aus. Darüber hinaus kann er auf der Internetseite der Gemeinde unter www.inning.de, eingesehen werden.

Während der vorgenannten Auslegungsfrist kann jedermann Stellungnahmen zum Bebauungsplanentwurf schriftlich oder zur Niederschrift abgeben. Darüber hinaus können die Stellungnahmen per Post oder per Email (andreas.sauer@inning.de) eingereicht werden. Nach Auswertung und Prüfung werden die Stellungnahmen dem Gemeinderat zur Diskussion und Abwägung vorgelegt.

Hinweis:

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können.